Gulasch – deftig, w├Ąrmend und sooo lecker ­čśő

Ein Topf – alles drin! Herrlich! Es schmeckt und w├Ąrmt K├Ârper und Seele.

Da unbestritten der Herbst da ist, empfangen wir ihn mit einem herzhaften Gulasch. Heute als Eintopf, in dem alles drin ist, auch mein Grundrezept f├╝r Gulasch. Was nicht drin ist sind Zusatzstoffe, k├╝nstliche Geschmacksverst├Ąrker… ­čśë das braucht wirklich niemand. Also, lasst die bunten T├╝tchen im Supermarktregal liegen und investiert das Geld lieber in ein gutes St├╝ck Fleisch, ein paar frische Kartoffeln und knackige Zwiebeln. Denn da steckt Umami, der gute Geschmack drin. Und wie ihr eure eigenes Umami hinbekommt verrate ich euch auch.

Zutaten:

  • 200 g Speck
  • 2 Kilo Rindfleisch
  • 2 Kilo Kartoffeln mehlig kochend
  • 1 Kilo Zwiebeln (Gem├╝sezwiebeln)
  • 300 ml Br├╝he (selbst gemacht)
  • 1 Kilo Tomaten oder 1 Kilo st├╝ckige Tomaten aus der Dose
  • Salz
  • Pfeffer
  • Sojasauce*
  • Zuckercouleur**

Zubereitung:

Zuerst das Geschnippsel. Das Fleisch in W├╝rfel schneiden. Ich kaufe statt fertigem Gulasch lieber einen sch├Ânen Braten und schneide das Fleisch selbst. Die Kartoffeln sch├Ąlen und w├╝rfeln, in einer Sch├╝ssel mit Wasser bedecken. Zwiebeln sch├Ąlen und w├╝rfeln. Die Tomaten einritzen, mit hei├čem Wasser ├╝bergie├čen und h├Ąuten. In W├╝rfel schneiden.

Speck fein w├╝rfeln und im gusseisernen Topf auslassen. Die ausgelassenen Speckw├╝rfel entfernen.

Das Fleisch portionsweise anbraten. Die Zwiebeln ebenfalls anbraten. Das Fleisch wieder zur├╝ck in den Topf geben. Mit der Br├╝he abl├Âschen. Die Tomaten dazu geben. Alternativ Tomaten aus der Dose. Die Kartoffeln mit dem Wasser dazu. Das Ganze kurz aufkochen. Deckel drauf und bei 180┬░ 90 Minuten in den Backofen.

Aus dem Ofen nehmen und umr├╝hren. Eventuell noch etwas Wasser nachgie├čen. Das eindicken haben bereits die mitgelockten Kartoffeln erledigt. Also nur noch mit Salz, Pfeffer und etwas Sojasauce* abschmecken. Wenn euch die Sauce zu hell ist, gebt ein paar Tropfen Zuckercouleur** dazu.

ÔŁŚ´ŞĆF├╝r das Grundrezept werden die Kartoffeln auf 2-3 St├╝ck reduziert. Diese sehr fein w├╝rfeln. Sie ergeben die s├Ąhmigkeit der Sauce. Das Kartoffelwasser nat├╝rlich auch weglassen. Ihr k├Ânnt nun dazu Nudeln, Reis, Kl├Â├če… servieren.

ÔÇ╝´ŞĆUmami. Ihr fragt euch was das ist? Habe ich auch. Umami ist der f├╝nfte Geschmackssinn. Neben s├╝├č, sauer, salzig, bitter geh├Ârt Umami zu den grundlegenden Sinnesqualit├Ąten des Geschmacks. Die Wahrnehmung wird als ÔÇ×fleischigÔÇť, ÔÇ×w├╝rzigÔÇť oder ÔÇ×wohlschmeckendÔÇť beschreiben. Ich nenne ihn „vollmundig“. Es ist eben das Mundgef├╝hl, das durch Zugabe von zum Beispiel Glutamat entsteht und das wir alle lieben. Wie aber nun dieses Geschmackserlebnis bekommen? 1. Durch selbstgemachte Br├╝he. Wie ihr die macht lest ihr hier. 2. Durch die Zugabe von etwas Sojasauce*. Ein gusseiserner Topf tr├Ągt ├╝brigens auch zum guten Geschmack bei!

*Sojasauce. Eine auf nat├╝rliche Art fermentierte und gebraute Sojasauce ist ein nat├╝rlicher Geschmacksverst├Ąrker. Sie kommt ohne Zus├Ątze und Farbstoffe aus. Ich benutze gerne die helle Sojasauce von Lee Kum Kee. Oder die dunkle von Kikkoman.

**Zuckercouleur ist eine dunkle Lebensmittelfarbe, die durch die starke Karamellisierung von Zucker gewonnen wird. Eigentlich ist es ein angebrannter Zuckersirup. Man kann ihn im Supermarkt kaufen oder aber ganz einfach selbst herstellen. 100 g Zucker karamellisieren bis er fast schwarz ist. Etwas hei├čes Wasser dazugeben. Abk├╝hlen lassen und in ein Fl├Ąschchen f├╝llen.

So, jetzt aber genug geschlaumeiert, ran an die Kocht├Âpfe! Lasst es euch schmecken ­čśë. Wenn euch die Portionen zu gro├č erscheint, denkt an: Einmal kochen, zweimal, dreimal essen!

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